-Fear is only in our minds-
…Wie kann sich Dunkelheit so falsch anfühlen?...

Chapter 1
…I fall…

°Nora°

Mir ist heiß, meine Hände zittern…
Ich hasse Fliegen und Landungen sind immer mit das Schlimmste, vom Aufstieg und Luftlöchern abgesehen…
Mein Sitznachbar pennt. Wie kann der pennen? Ich bekomme hier gleich ne Panikattacke, wenn ich nicht bald Betonboden unter meinen Füßen spüre.
Zum dritten Mal prüfe ich den Gurt und kralle mir die Armlehnen.
Augen zukneifen…
*ruckel* *ruckel* Ich will noch nicht sterben. Bin doch viel zu jung… erst 20….
Ist es vorbei? Vorsichtig öffne ich die Augen.
Wir rollen, ich bin unten. „Juhuuu!“ schreie ich auf. Erschrocken reißt mein Nachbar die Augen auf.
Ups… sorry…

Endlich wieder daheim, in Helsinki. Nächstes Mal besuche ich meine Eltern mit dem Auto, scheiß egal, wie lange das dauert… nach Deutschland.
Noch dazu der ganze Stress am Flughafen, bis man endlich sein Gepäck bekommt und so… nene, nicht noch einmal!
Ich stehe am Straßenrand, umgeben von Koffern, verschiedener Größen. Ich sollte ja unbedingt einen Monat dableiben.
Ich seufze, als ein weiteres Taxi an mir vorbei fährt.
Hallo?
Ah da ist noch eins! Ich stelle mich auf Zehenspitzen und gebe Zeichen… gut eher gesagt, ich winke hektisch.
Geht doch.

I…Ist das mein Block? Ich steige aus und schaue das Gebäude hoch.
Nebenbei bekomme ich mit, wie der nette Taxi-Fahrer das Gepäck aus dem Wagen räumt.
Ich war doch nur einen Monat weg… müssen die das den gleich neu verputzen? Eigentlich ist es ja ganz schön, das Weiß, jetzt sieht es wenigstens nicht so runtergekommen aus.
Ich bezahle den Taxi-Fahrer, schultere den Rucksack, hänge eine Tasche um und ziehe zwei Rollkoffer hinter mir her. Schon ganz schön viel für vier Wochen… ich weiß.
Keuschend schleppe ich mich in den Fahrstuhl und fixiere die dritte Etage.
*ding*
Oha, gegenüber von mir ist anscheinend auch jemand eingezogen, zumindest lag da vorher kein Fußabtreter.

Ich stecke gerade den Schlüssel in mein Schloss, als ich Gebrüll aus der anderen Wohnung höre.
„Hätten wir das bloß nicht gemacht!!!!“ … ein Weibliche Stimme.
„Du stellst dich aber auch an, es darf doch mal ne Chipstüte….“
„NEIN! Wieso hab ich mich bloß überreden lassen?“
“Ich hab dich nicht gezwungen mit mir zusammen zu ziehen… ich dachte nur es wäre langsam an der Zeit und du hast dich doch auch gefreut.“ … ein verletzter Mann… Och hat er Angst, dass seine Putze und Köchin abhaut und ihm ein Saustall hinterlässt?
Ich lehne mich lässig, grinsend an meine Tür. Das will ich bis zum Ende verfolgen….
„Gefreut?? Ich hatte mir auch was anderes vorgestellt… eine größere, modernere Wohnung vielleicht? Ich meine du hast doch das Geld…“
Hui… einer der Geld hat…
„Ich… ich dachte die Wohnung gefällt dir… ich find sie groß genug für uns“
„Ja DU… immer nur DU, hast du mich mal gefragt??“
„Ja hab ich!!“
„Vielleicht in deinen Träumen, ja..“
„HÖR AUF DAMIT!“
Okay… vielleicht sollte ich ja doch lieber rein….
„Ja du bist mich schon los!!!!“
Die Tür wird aufgerissen und ich schrecke zurück.
Eine rothaarige, schlanke Frau rauscht an mir vorbei, die Treppe hinunter.
„HAU DOCH NICHT IMMER GLEICH AB!“ kommt es wieder aus der Wohnung. „Denk doch an das…“ er bricht ab.

Na gut, dass ich solche Probleme nicht habe.
Gut gelaunt betrete ich meine Wohnung und reiße zunächst alle Fenster auf.
Gott sei Dank habe ich keine Stauballergie, sonst würde ich jetzt sterben…
Am Fenster atme ich die feuchte Luft ein. Es regnet.
Hach ja… noch eine Woche frei, erst dann muss ich wieder zur Uni.
Eine Weile stehe ich nur da und schaue auf einen Teil Helsinkis.
Es ist ruhig hier… schnell schaue mich in der Wohnung um…. zu ruhig!
Irgendwas fehlt doch! …Jhonny ….

Noch nie bin ich so schnell dir Treppen bis zum ersten Stock runter gerannt.
Schwer keuchend stehe ich vor der Tür meiner Freundin und klingel’ Sturm.
„Jaja, ich komme doch schon…“
Kurz darauf öffnet sie die Tür und eine überraschte Linda springt mir kreischend in die Arme. „Ich dachte du kommst erst morgen!“
„Dachtest du ja? Hast mal wieder nicht richtig zugehört..“
„Ich würde er sagen, du wolltest mich überraschen“
„Kann sein“ grinse ich und schlüpfe an ihr vorbei.
„Jhonny hat dich ganz schön vermisst, die ersten Tage hat der einen Lärm gemacht…“
„Ach und du nicht oder was?“
„Doch klar, nur ohne das mit dem Lärm, ist doch scheiße, wenn keine Nervensäge jede zwei Stunden vor der Tür steht.“
„Haha, du verwechselst da was, Schätzchen, wer steht denn immer oben bei mir und will Kaffee oder Eier oder….“
„Eier?“ fragt sie zweideutig.
Ich verdrehe die Augen und gehe ins Wohnzimmer.
„Na mein Süßer“ quietsche ich meinen grünen Wellensittich voll und betrachte ihn genau.
„Hat er abgenommen?“
„Nein!“
„Zugenommen?“
„Nein!“
„Aber er sieht irgendwie…“
“Nora, ich habe all deine Anweisungen befolgt!“
Zufrieden lächel’ ich. „Das wollt ich hören.“
„Merk ich mir fürs nächste Mal… Kaffee?“
„Ähh.. nee danke. Ich geh lieber wieder hoch. Der Staub wischt sich nicht von alleine weg, außerdem ruft mein Bett“
„Okay, dann…. Morgen Frühstück? Bei mir?“
Das passt mir gut, ich muss sowieso erst mal einkaufen…
„Jap, super!“ Ich umarme sie kurz. „Danke, dass du ihn genommen hast“
„Kein Problem…ach ja… hast du schon gesehen? Du hast neue…“
“Nachbarn… ich weiß… hab ich schon kennen gelernt, mehr oder weniger.“
„Mehr oder weniger?“
„Sie waren gerade am Streiten“
Linda fängt an zu kichern. „Ich glaub da musst du dich dran gewöhnen. Das fing schon nach der ersten Woche an, als sie festgestellt hat, dass sie schwanger ist“
„Ach du hast mit ihr geredet?“
„Neee… aber ich hab das Treppenhaus geputzt und da bekommt man so einiges mit.“
Oh nein, stimmt, nächsten Monat bin ich dran mit putzen…
„Naja gut… ich hoffe, dass die wenigstens nachts ruhig sind. Mein Schlafzimmer ist nämlich genau nebenan.“
„Haha, viel Spaß“
„Danke“ Vorsichtig hebe ich den Käfig an.
„Bis moin, Schnuffelchen…“
„Jaja, tschüss, Zuckermäuschen“

Chapter 2
…right or wrong…

Diesmal beschließe ich wieder den Fahrstuhl zu nehmen. Genug Sport für heute gemacht…
Als es gerade wieder *ding* macht und die Türen sich öffnen, zieht erneut die Rothaarige an mir vorbei. Aber IN die Wohnung. Hinter sich lässt sie alles offen. Wieder eine Einladung für mich, zuzuhören.
„Lauri?“ wenigstens klingt sie ruhiger…
„Wo warst du?“
„Ich habe das gemacht, was das Beste für uns ist.“
Ui… das Beste…
„Hä?“
„Lauri, seit ich schwanger bin, streiten wir uns nur noch und…“
„Kathaaaa!!!“
„Ich habe nächste Woche einen Termin beim Arzt.“
 „DAS KANNST DU NICHT MACHEN? DU KANNST UNSER KIND NICHT EINFACH TÖTEN!“
Sie will abtreiben?
„Süßer jetzt reg dich nicht so auf. Ich hab noch keinen Bock auf Familie…“
„Darum geht es doch gar nicht!“
„Lass uns erst mal ne Nacht drüber schlafen, ich geh jetzt erst mal zu Mom, wenigstens sie freut sich darüber“
Ich schließe die Augen. „Wie kann man sich über so was freuen?“ frage ich mich selbst.
„Bitte was?“ Red-devil steht vor mir. Wo kommt die denn plötzlich her?
„Hei, ich bin Nora“ …na super Ablenkung...
„Toll“ kommt es patzig zurück.
„I…Ich wohne auch hier in der Etage…“ schüchtern zeige ich auf die Tür hinter mir.
„Schön für dich, du brachst uns trotzdem nicht belauschen und nach deiner Meinung hat niemand…“
„Kath!“ Ein schwarzhaariger Mann tritt hinter sie. „Hör auf gleich alle Leute anzupissen!“
„Sie muss sich ja nicht einmischen“ …zick…zick…
Ich schaue entsetzt… Nein Nora… du machst da nicht mit… geh einfach rein!
„Ich geh besser“ murmele ich und werde nicht mal weiter beachtet.
„Überleg es dir noch mal Schatz, bitte!“
„Niemals!“
Ich höre nur noch, wie jemand die Treppe runter läuft. Dann schließe ich meine Tür.

Am Abend haben sie sich wieder vertragen… oder er will sich nur einschleimen…
Woher ich das weiß?
Ich liege gerade unter einem Haufen von Kissen und höre immer noch das Quietschen des Bettes, meiner tollen Nachbarn.
Ich glaube nicht, dass sie den Termin absagt. Zu viel Hass war in ihren Augen und doch so viel Freude, dass sie das Kind endlich abtreiben würde.
Endlich? …ein paar Wochen war es erst alt…
Ich könnte so was gar nicht… wenn es auch zu schwierig wäre, ich würde es behalten.
Ihr Freund will es doch auch. In dem Alter ist das selten.
Ich halte mit meinen Gedanken, die mich eigentlich nichts angehen, inne und lausche.
E…Es hat aufgehört!
Sofort wühle ich mich aus den Kissen und lege mich bequem hin.
Morgen.Frühstück.bei.Linda. schießt es mir noch kurz durch den Kopf und wenige Minuten später schlafe ich ein.

Chapter 3
…blind…

Ein Klopfen, ein Schrei… wieder Klopfen… jap, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich selber für verrückt erkläre.
„NORAAAA!!!“
„Bin nicht da…“ murmele ich ins Kissen.
„NORA, ES IST FAST 12!!!“
„Was?“ Ich hebe meinen Kopf an und puste ein paar Strähnen zur Seite. „Komme…“ sage ich so laut wie möglich und stehe langsam auf.
Streckend und gähnend schleppe ich mich zur Tür und öffne sie einen Spalt weit.
„Was willst du?“
Warum funkelt die mich denn so böse an?
„Wann frühstückst DU denn für gewöhnlich?“
„Oh!“
„Ja, OH!!!“
„Sorry… echt… ist nicht meine Schuld gewesen“
„Jaja, dein Wecker hat nicht funktioniert, stimmts?“
Äh… den hat ich gar nicht gestellt… hehe.
„Nein, meine tollen Nachbarn ham die halbe Nacht durch gepoppt.“
„Verarsch mich nicht…“
„Hey, ich schwöre, nicht mal MEIN Bett quietscht so.“
Langsam fängt Linda an zu grinsen, kurz darauf kichert sie…
„Ich fand das nicht lustig“ grummel ich. Kann die sich mal wieder einkriegen? „Linda!“
„Ja….ja, bin schon ruhig“ sie hält sich kurz die Hand vor den Mund und atmet tief durch.
„Also… steht das mit dem Frühstück noch?“ frage ich ganz lieb.
„Nö!“
„Wie nö?“
„Du ziehst dich erst mal an und ich gehe zum Pizzamann und hol und was zum Mittag.“
„Klingt sogar noch besser“ strahle ich. „Oki bis gleich.“

-.-.- am Nachmittag -.-.-.-

Meine Wohnung ist sauber, ich war einkaufen und liege nun gemütlich vor der Flimmerkiste.
Meine Hausarbeit kann ich auch morgen schreiben… ich brauch für so was sowieso nie lange…
„Drrrrrring“
Ich werde meine Klingel ändern lassen!!!
Seufzend stehe ich auf … schon wieder Bewegung… „Linda, ich lass dir nen Zweitschlüssel anfertigen“ rufe ich auf dem Weg zur Tür.

„Hey Nachbarin“
Hallo Grinsemännchen.
„Hi“
„Ich wollt mich nur mal vorstellen, gestern… also war nen bisschen blöd, meine Freundin meinte das nicht so, sie ist in letzter Zeit ein wenig…“
„Gestresst?!“
„Ja, genau.“
„Jep, hab ich mitbekommen“
„Tut mir leid..“
Ohhh….
„Kein Problem… so kann man wenigstens auch auf dem Flur was erleben…. Ich bin Nora“
„Lauri“
„Jaahaaa, du bist stark… brauchst meine Hand trotzdem nicht so zu drücken“ … Ich bin doch kein Kerl!...
„ups…“ schnell lässt er los. „ähm, ja, Katha ist grad nicht da, aber sie wird sich sicherlich noch bei dir entschuldigen“
„Brauch sie nicht“ entgegne ich ihm trocken.
„Sollte sie aber.“
„Ich wollte euch echt nicht belauschen, nur… ähm… sollte ich mir die Ohren zu halten? Euch hört man echt durch ganze Haus“
„Ja… sie ist das noch nicht so gewohnt mit mir zusammen..“
Natürlich… nur ihre Schuld….
„Aha“ sage ich skeptisch.
„Na gut, dann schönen Tag noch“ Black-Devil dreht mir den Rücken zu.
„Ach Lauri! Bitte bitte öl doch mal euer Bett ja?“ Das musste jetzt einfach raus.
„Äh..“ da wird aber jemand rot…
Ohne auf eine Antwort zu warten, schließe ich wieder meine Tür.
Ach ja… Nachbarn sind schon was Tolles.

„LAURIII!!!“
Oh, nein, SIE ist wieder da…
Vom Erdgeschoss aus wird zum Angriff übergegangen….
Ich drehe den Fernseher lauter, nein ich will nichts von euch hören!
Eine knallende Tür… noch eine….
„KATHA HAU DOCH NICHT IMMER AB!“
Ein neuer Lautstärke-Rekord!
„GIB MIR DAS GELD!“
„JA SCHON GUT… KOMM WIEDER HER!“
…hey, ich will auch Geld…

Chapter 4
…can`t ignore…
 
°Lauri°
Ich schließe meine Freundin in die Arme.
„Bekomm ich es jetzt?“ murmelt sie in mein T-shirt.
Ich drücke ihr nickend einen 500er in die Hand.
„Warum nicht gleich so?“ fragt sie patzig und steckt in flink ein.
„Wofür brauchst du es?“
„Ich geh mit Mandy shoppen, was denn sonst?!“
„Äh… ich hab doch heute frei, ich dachte….“
„Nächstes Mal, Schatz“ Kath gibt mir einen flüchtigen Kuss und verschwindet wieder.
Sprachlos…
Sonst meckert sie rum, wenn ich den halben Tag nicht da bin und jetzt?
Früher war sie eigentlich nicht so auf mein Geld fixiert… und überhaupt ganz anders.
Ich hatte mich doch so sehr auf das Kind gefreut, dachte, es würde uns noch mehr zusammenschweißen… doch im Gegenteil. Sie ist nur noch am Fluchen, wenn sie nicht grad mal was von mir will und rumschleimt.
Mir kommen die Bilder von gestern Nacht hoch… sie war so gefühllos… dieser kalte Blick hat mich benahe erstarren lassen…
Ich zünde mir ne Kippe an und versuche den Gedanken beiseite zu schieben.
Draußen auf dem Balkon schaue auf die schöne Stadt, die vor mir liegt.
Unsere Zukunft…. Ich hatte sie mir doch auch so schön ausgemalt….
„VERDAMMT!“ Ich trete vor den kleinen runden Tisch und werfe die Kippe weg.
„Fängt das schon wieder an?! Nicht mal hier draußen hat man seine Ruhe vor euch.“
Erschrocken drehe ich mich um und erblicke die Kleine von nebenan, auf ihrem Balkon. Frech grinst sie mich an. „Guck nicht so, war doch nur`n Spaß“
Ja lustig, lach nur…
Mit einem vielsagendem Blick gehe ich wieder rein. Hab grad echt keinen Bock auf Smalltalk.
°Nora°
Hat der seine Tage oder was?
Na gut, wenigstens ist jetzt Ruhe.
Ich lasse mich wieder auf den Liegestuhl sinken und beobachte, wie die Wolken über mir vorbei ziehen. Nebenbei dudelt das Radio vor sich hin.
°Lauri°
Ich hätte nicht so blöd gucken solln, immerhin hat sies ja nicht böse gemeint…
Ach… fuck off…
Ich bekomme Gänsehaut, als ich die Kühlschranktür öffne und mir ein Bier schnappe.
Gerne würde ich Katha jetzt meine Meinung sagen. Aber ruhig, ich will eigentlich nicht schreien… nur sonst hört sie mir sowieso nicht zu.
*Flup* Ich nehme einen Schluck und laufe ins Wohnzimmer.
Vorsichtig nehme ich meine Lieblingsgitarre vom Ständer, stelle das Bier auf den Tisch und fange an zu spielen…
Wenn SIE doch jetzt da wäre….
°Nora°
Es dämmert schon.
Mann, ist das kalt… ich muss eingeschlafen sein.
Geil, haste dir ne schöne Erkältung eingefangen, Nora!
Schnell schwinge ich meinen mit Gänsehaut übersäten Körper ins Warme.
„Er…Er…Er hat drei mal versucht anzurufen!“ fassungslos starre ich auf mein Handy in der Küche.
„Und ich blöde Kuh penne…!“ rede ich mit mir selbst.
Schnell wähle ich Alex seine Nummer, die ich auswendig kann.
„Hey Nora! Na endlich!“
„Ja, äh, was gabs denn so wichtiges?“ meine Stimme zittert leicht.
„Du bist doch jetzt wieder daheim, oder?“
*nicknick*
„Nora?“
„achja, ja bin ich“ Dummerchen, er kann dich doch nicht sehen…
„Willst du heute Abend mit ins `BanDoo`?
„Ja, total gerne!!“ Ruhe bewahren Nora!!!!
„Gut, dann… sagst du Linda auch Bescheid?“
“Jap, Jap, Jap“
„Alles klar bei dir?“
“Jap, Jap“
„O…okay, treff ma uns um 10Uhr davor?“
„Jap… tschüüüüüss!“
„Und Nora, bitte trink nicht mehr so viel“
„Neeee… erst heudde Abend“
Er fängt an zu lachen. „Alles klar, ciao.“
Jhonny schaut mich ziemlich blöde an, als ich ein Rad durchs Wohnzimmer drehe und laut rumschreie.
Wieder bin ich auf dem Weg nach unten und zwar schnell… sehr schnell.
„Linda…. Alex….ich…heute Abend…. Disco..“ japse ich und stütze mich auf ihrer Schulter ab.
„Und mich du fragst, ich ob mit will?“ fragt sie grinsend.
„Genau…“
„Wie viel Uhr?“
“10“
„Okay, hol mich viertel vor hier ab“
„Jap“
°Lauri°
Boah.. und da soll meine tolle Nachbarin noch einmal sagen, wir würden rumschreien.
Bequält nehme ich die Hände von meinen Ohren und höre nur noch, wie jemand die Treppe runterpoltert. Was ist bitte in die gefahren?
Erinnert mich irgendwie an Kath…
Kath… sie ist immer noch nicht da. Haben um neun Uhr abends die Kaufhäuser noch offen?
Ich hab Angst sie anzurufen. >Du kontrollierst mich< würde sie dann wieder meinen, obwohl ich mir doch nur Sorgen mache!
Sorgen machen ist zu meinem Alltag geworden, genauso wie wütend und traurig sein.
Traurigkeit… ich dachte die hätte ich abgelegt, als ich Katha kennen gelernt habe, fast zwei Jahre ist das her, doch nun…. Sie kommt langsam wieder und beginnt mich von innen erneut zu zerfressen…
Hallo? Was mach ich hier? Ich kann doch nicht an einem Samstagabend alleine auf dem Sofa sitzen und einen auf Depri schieben…!!!
Aki! Aki wird wissen, was wir machen!
Chapter 5
…good enough?...
°Nora°
Ich beachte mich im Spiegel. Kann ich so losgehen?
Dunkelblaue Jeans, schwarz-weiß gestreiftes Top, Stiefel…meine schwarzen Haare lasse ich offen.
>Guck nicht länger, sonst ziehst du dich doch wieder um!< befehle ich mir selbst und ziehe meine Jacke über.
„Damm, damm, damm, ich komme“ tänzel ich fröhlich und schließe meine Tür ab.
„Du kommst?“ Lauri sieht mich skeptisch an.
Na, was für ein Zufall aber auch….
„Oh, der Herr hat sich wieder beruhig, was?“
„Ja! Und wo willst du hin… so aufgestylt?“
Ich hätte mich doch noch mal umziehen sollen…
„Sag ich nicht!“ meine ich kindisch.
„Okay.“ Pfeifend springt er die Treppen runter.
„Und du?“
„Sag ich dir auch nicht!“
„Okay“ Ich bevorzuge den Fahrstuhl.
„Ich bin pünktlich“ sage ich stolz.
“Ja, ein Wunder!“
„Ich weiiiß, Alex wartet ja auch auf mich.“
“uiiii…“
„Ach, du bist blöd“
„Ich weiiiß, ich bin ja auch mit dir befreundet“
„Sei ruhig jetzt!“ sage ich böse.
„Mecker nicht rum, sonst kommen wir doch noch zu spät.“
„okili“
„Hey Mädels, wo solls hingehen?“
„Oh nein, der schon wieder“ stöhne ich leise, als ich Black-Devil sehe, wie er die Taxitür aufhält.
„Ins BanDoo, bitte“ hüpft Linda fröhlich drauf los.
„Was für ein Zufall, da will ich auch hin!“
…ach neeeiiin, wie kannst du nur….
„Jaja und wo ist deine Freundin?“ will ich wissen…die Zicke…
„Die wartet da auf mich“
…Er ist ein schlechter Lügner…
„Ach Nora, jetzt komm!“ Linda hat es sich schon bequem gemacht.
„Nur, wenn er zahlt!“ … er hat ja schließlich das Geld…
„Na aber sicher doch!“